Wohnstift-Otto-Dibelius


Das Wohnstift Otto Dibelius in Alt-Mariendorf ist eine freistehende Hochhausanlage aus den 70er Jahren mit großzügigen Grünflächen.

Als Folge geänderter Anforderungen gegenüber dem bauzeitlichen Wohnstandard waren zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen im Innenbereich erforderlich. Innerhalb der letzten 15 Jahre haben wir eine Seniorenresidenz mit hohem Wohnkomfort für die Bewohner geschaffen, ergänzt durch die im Gebäude vorhandene Infrastruktur.

Die Betreuungs- und Raumkonzepte wurden in enger Zusammenarbeit mit den Betreibern grundlegend überarbeitet und erneuert und teilweise um Anbauten erweitert.

Mit dem Anbau wurde ein adäquater Aufenthaltsraum für die wachsende Anzahl pflegebedürftiger Bewohner und ihre Besucher geschaffen, der zudem eine Verbesserung des Betreuungskonzeptes ermöglicht.

Die Ausrichtung zur Straße und die bodentiefen Fenster stellen einen Bezug zur Öffentlichkeit, dem angrenzenden Gehweg, her.

Um die Belastung der Bewohner durch eine kurze Bauzeit so gering wie möglich zu halten, wurden für die Konstruktion Stahlbeton-Fertigteile gewählt.

Das Foyer ist ein Treffpunkt für Bewohner und Besucher, man wird begrüßt, orientiert sich und gelangt in die Apartments, das Restaurant oder in Schwimmbad und Physiotherapie.

Da keine großen Eingriffe in die bestehende Bausubstanz notwendig waren, konnten wir uns auf die Ertüchtigung der (brandschutz) technischen Anforderungen, die Beleuchtung und die architektonische Gestaltung durch hochwertige Materialien und anspruchsvolle Möblierung konzentrieren.

Durch den Umbau ist ein großzügiger Empfangsbereich entstanden der zum Verweilen einlädt.

 

Der Umbau des Cafés erfolgte mit dem Ziel einen modernen, hellen Bereich mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Vormittags wird hier das Frühstück für die Bewohner serviert, ab dem frühen Nachmittag Kaffee und Kuchen. Das Café bietet die Möglichkeit Gäste zu empfangen oder mit Angehörigen und Freunden einen Café zu trinken.

An warmen Sonnentagen kann die große Terrasse genutzt werden.

Ein Schwimmbad zu sanieren, das in den 1970-er Jahren gebaut worden ist,  ist eine besondere Herausforderung, gerade wenn es im Keller liegt und an ein Schulschwimmbad erinnert.

Wir sind angetreten mit dem Anspruch, dass schönste Schwimmbad von Berlin zu bauen. Kein Pflegebad, sondern ein Ort zum Wohlfühlen.

Mit den farbigen Glaswänden der Glaskünstlerin Marie-Luise Dähne wurde der Eindruck des Ausblicks erzeugt. Helle Farben, große Fliesen, großzügige Formen schaffen einen angenehmen und weiten Raum, nebenan die Sauna und die Physiotherapie.

 

Eigentlich ist die Bibliothek nur ein Warteraum für die Bewohner, die in den Speisesaal wollen.

Durch seine angenehme Gestaltung als kleiner Clubraum mit gemütlichen Sesseln, dem Kamin, der in den Abendstunden entzündet wird lädt dieser Bereich zum Verweilen, zum Spielen und zum Reden an. Seine hochwertige Gestaltung soll den Speisebereich aufwerten und die Atmosphäre eines guten Restaurants vermitteln.

 

Pflege in einem Altersheim ist immer ein besonders schwieriges Thema, diese angenehm zu gestalten ist hauptsächlich eine Frage der Mitarbeiter und der deren Einsatz.

Aber Architektur trägt dazu bei, dass sich Mitarbeiter und Bewohner wohl fühlen und sich mit ihrem Wohnort identifizieren. Die Pflege ist architektonisch ambitioniert geplant. Mit der Innengestaltung durch Farben und Formen wird der Raum aufgewertet. Ein Gedicht von Ringelnatz auf den Beton geschrieben lädt zum Verweilen und lesen ein. Eine Plastik von der Künstlerin ### bildet das Zentrum des Foyers.

Der Tagesraum für die Bewohner hat eine interessante Form, nichts ist winklig, die Gebäudeform folgt dem Grundstück, so ist dieser Raum nicht einfach zu lesen, ist interessant mit seinen unterschiedlichen Zonen und bindet sich geschickt in die Gartengestaltung ein, die von der Gartenarchitektin ## gestaltet worden ist.

 

Eine Kirche hat ein Schiff, ein Kirchenschiff.

Unsere Kapelle in seiner rechteckigen Grundform spielt mit diesem Thema.

Die Decke hat eine Form wie ein Schiffsrumpf, der segnende Christus vor seiner Altarwand ist das Segel, das Fahrt und Richtung gibt. Die Sonne scheint durch die bleiverglasten Fenster und schafft einen atmosphärischen und mystischen Raum.

Betreten wird die Kapelle durch die Tür aus Olivenholz, die Türgriffe bilden den christlichen Fisch.